Heizungswartung nicht verpassen

Die Heizsaison hat begonnen und ganz Deutschland dreht die Regler hoch. Allerdings werden rund 5,5 Millionen nur unzureichend oder überhaupt nicht gewartete Heizanlagen in Betrieb genommen. Das ist das Ergebnis einer Expertenschätzung. Die Folge sind steigende Heizkosten. Schon eine einen Millimeter dicke Schicht Ruß auf den Wärmetauscherflächen des Heizgerätes bedeutet einen Mehrverbrauch von fünf Prozent. Darauf weist Andreas Christmann vom Heizungsspezialisten Vaillant hin.
 
Aus Sicherheitsgründen sollte die Wartung dem Fachmann überlassen werden, viele Arbeiten können Hausbesitzer aber auch selbst erledigen. Christmann zufolge zählen dazu Kontrolle und Reinigung der Heizflächen. Staubansammlungen zwischen Radiatorenrippen oder im Innenraum von Flachheizkörpern reduzieren die Wärmeabstrahlung deutlich und erhöhen damit den Verbrauch.
 
Anschließend sollten alle Heizkörper entlüftet werden. Denn Luft im Heizsystem vermindert nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern kann auch zu Korrosion und Rohrbrüchen führen. Spezialschlüssel zum Entlüften gibt es in allen Heimwerkermärkten.
 
Schließlich müssen die Thermostatventile daraufhin untersucht werden, ob sie noch leichtgängig sind. Auch hier müssen Staubablagerungen beseitigt werden. Der Wasserdruck in der Heizanlage ist ebenso zu prüfen. Nach dem Entlüften kann der Wasserdruck unterhalb der empfohlenen Markierung stehen. Der Experte weist darauf hin, dass beim Nachfüllen des Wassers die Umwälzpumpe der Heizanlage nicht in Betrieb sein darf, da sonst automatisch wieder neue Luft in das Heizungssystem gesaugt wird.

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